François Deppe ist neben seiner Tätigkeit als Cellist im Ictus Ensembles auch Dirigent, Komponist und Pädagoge. Als Kammermusikprofessor des Königlichen Konservatoriums von Lüttich, Belgien, leitet regelmäßig Kurse, in deren Zentrum eine lebendige Herangehensweise an die Musik der Gegenwart steht. An der Seite von Komponisten wie Georges Aperghis, Jonathan Harvey, Salvatore Sciarrino, Fausto Romitelli, Luca Francesconi oder Johannes Schöllhorn hat er die Kompositionsseminare von “Ictus” von 2000 bis 2004 organisiert.
Im Jahre 2002 beginnt er eine regelmässige Tätigkeit als Musikdozent in Israel (Universität von Tel Aviv) und in den palestinänsischen Gebieten, was ihn an der Seite Daniel Baremboims zu einer Mitarbeit bei der Gründung eines Jugendorchesterprojektes in den besetzten Gebieten geführt hat.
Er ist Assistent an der Universität Lille 3, unterrichtet am “Théâtre Contemporain de la Danse“ in Paris, an der Ruhr Theaterakademie (Bochum) und leitet ein Studenten-Kammermusikorchester am Queen Elisabeth College of Music in Brüssel.
In Lüttich findet seine Kammermusikklasse für die Umsetzung zweier Grundideen besondere Anerkennung: Öffnung zu einem breiten Repertoire hin, das von der Musik der Renaissance zur zeitgenössischen Musik einen Bogen spannt und Integrierung bedeutendenter Musiker in das Unterrichtsgeschehen, wie Sigiswald Kuijken, Benjamin Dieltjens, Georges-Elie Octors oder Donatienne Michel-Dansac...
Neben Auftritten mit den Ensembles Contrechamps (Genf) und dem Ensemble Modern (Frankfurt) arbeitet er auch regelmäßig mit den wichtigsten belgischen Choreographen zusammen (Anne Teresa de Keersmaeker, Wim Vandekeybus.)
François Deppe hat bei France Springuel und Christoph Henkel Cello studiert und bei Klaus Huber und Mathias Spahlinger die Kompositionsklasse besucht. Er nahm ebenfalls an Meisterkursen von Anner Bijlsma (Cello), Menahem Pressler, György Kurtàg (Kammermusik), sowie Peter Eötvös (Dirigieren) teil.
Er ist Widmungsträger zahlreicher Cellokompositionen.
